ich hätte ja mit vielen dingen gerechnet, die mir dieses wochenende den schlaf rauben könnten, aber nicht mit dem, was mich letzte nacht dann tatsächlich vom schlafen abgehalten hat: GELSEN! im april. darauf war ich wirklich nicht vorbereitet. v.a. weil ich sonst nicht einmal im sommer welche in meiner wohnung hab.
zerstochen, müde und äußerst übel gelaunt gehe ich nun ins osterwochenende. jippie jippie yeah, jippie yeah.
da will man sich einen "umweg" von 200 metern ersparen und klettert über einen zaun.
fazit: kaputte hose, blutiges schienbein. und weil man vorher auch noch die reisetasche übern zaun geschmissen hat (weil mit der auf der schulter kann man ja nicht drüber klettern, weil man sich sonst unter umständen wehtut), einige zerstörte mehlspeisen (es hats doch tatsächlich die creme aus den cremeschnitten geschleudert) und die schmach, bei der ganzen aktion auch noch beobachtet worden zu sein...tja, das nächste mal weiß mans besser.
-einkaufen geht und das wagerl, das man sich genommen hat, irgendwo in den weiten des supermarktes verloren geht und man erst zuhaus draufkommt, dass das passiert ist, weil man die hälfte der sachen, die man zu kaufen gemeint hat, in der tasche nicht wiederfindet.
-ein stück kuchen, das man sich am abend, nachdem man schon ein stück davon genascht hat, zurecht gelegt hat, in der früh erst nach langer suche wieder findet - im tiefkühlfach.
jemand interessiert?
biete: lernstress, zuhause herumsitzen, kontakt mit freunden nur mittels handys oder internets, alkohol- und ausgehfreies leben, schlafstörungen (dadurch bedingte müdigkeit), schlechte laune, augenringe, pickel, zerzauste haare...und als draufgabe einen schokokeks!
ich weiß nicht, ob es an meiner übermüdung liegt, aber die französische literatur ist doch immer wieder erheiternd.
was mich heute erheitert hat: als ich draufgekommen bin, warum huymans à rebours heißt, wie es heißt. (das erinnert mich an den kerl, der bei den diesjährigen darwin awards traurige erwähnung fand, weil er sich seinen rausch auch "à rebours" antrank und es nicht überlebte)
dass ein autor, der edmond dujardin heißt, ein werk mit dem titel les lauries sont coupés schreibt.
so, und mit dem vorsatz "fais aux autres ce que tu ne veux pas, qu'ils te fassent" geh ich schlafen...obwohl es nicht tag ist, sondern nacht.
klickt sie auf das zeichen ihres internetbrowsers, weil sie etwas nachschaun will. und als er sich endlich geöffnet hat, fragt sie sich, was sie eigentlich wollte...
aber da er schon offen ist, schreibt sie einen vollkommen sinnlosen blogeintrag, in dem sie ihre vergesslichkeit der ganzen welt kundtut. zumindest dem teil der welt, der der deutschen sprache mächtig ist. und weil sie nicht lernen will, könnte sie jetzt noch weiterschreiben. viele sätze, die keine auch nur für irgendjemanden, nicht einmal für sie selbst relevanten informationen enthält aneinanderreihen. viele sätze mit "und" oder anderen konjunktionen beginnen, was stilistisch zwar nicht schön, ihr aber vollkommen egal ist, weil sie "und"s und "aber"s liebt ("und"s aber eigentlich mehr als "aber"s, weil "und"s mehr verbundenheit ausdrücken, verbundenheit, die sie jetzt ganz gut gebrauchen könnte, als "aber"s, die oft etwas gutes ins gegenteil verkehren) und findet, dass sie, die "und"s nicht nur, wie von flaubert, alle heiligen zeiten verwendet werden dürfen.
lebt ein gnom. oder vielleicht sogar mehrere.
anders kann ich mir z.b. folgendes phänomen nicht erklären: egal, wie (ich meine damit aufgewickelt oder nicht) ich meine mp3-player-kopfhörer (ok, es gibt wohl ein einfacheres wort dafür, aber gerade gedanken waren noch nie meines) in meine tasche gebe, wenn ich sie wieder herausnehme, selbst wenn das nur 10 minuten später ist, befinden sie ich in so einem erbärmlichen zustand von verknotung, dass ich mindestens 10 minuten mit der entwirrung dieser beschäftigt bin. da stimmt doch was nicht.
soeben bin ich wieder mit DER ANDEREN welt konfrontiert worden.
der welt, in der brustvergrößerungen, haarverlängerungen, 70-eur-hemden zum weggehn und natürlich solarium-bräune eine rolle spielen. "du solltest heut schon gehn, schaust ja scho wieda wie da michael jackson aus. voll schirch." ich sitze den beiden gegenüber und komme mir wie eine außeridische vor, mit meinen rot lackierten fingernägeln, die er toll findet, sein mädchen aber nicht und frage mich, ob ihm die absurdität des von ihm gesagten auch bewusst ist.
heute morgen um 12, als das schrille läuten meines handys mich aus dem wohlverdienten schlaf (wann hat man schlaf mehr verdient, als nach einer durchzechten nacht) hochschrecken ließ. nein, falsche formulierung, als der schrille ton sich auf direktem wege in mein gehirn bohrte, kam mir endlich die erkenntnis. "get me away from here, i'm dying" ist kein liebeslied, es ist ein lied, das jemand im und über den zustand totaler verkaterung geschrieben hat!
übrigens girl_interrupted: dein hund, den du nicht besitzt, der aber mal meiner war, hat in der nacht ein stück von meinem unterarm abgebissen...